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DIE
ZIELSETZUNG bis 2015:
Ziel 1 - Extreme Armut und Hunger beseitigen
Die Zahl der Menschen, die von weniger als einem US-Dollar pro Tag leben,
soll bis 2015 um die Hälfte reduziert werden - Der Anteil der Menschen, die unter Hunger leiden,
soll zwischen 1990 und 2015 halbiert werden.
Mehr als eine Milliarde Menschen muss mit weniger als 1 USD/ pro Tag auskommen.
Immer noch leiden mehr als 800 Millionen Menschen weltweit an Unterernährung und Hunger.
Wie der World-Food-Report der UN bestätigt, kann die Landwirtschaft in der heutigen Situation
problemlos 12 Mrd. Menschen, also das Doppelte der Weltbevölkerung ernähren. Doch die meisten
Menschen hungern dort, wo die Nahrungsmittel angebaut werden: auf dem Land.
Die UNO geht in ihrem Bericht über die menschliche Entwicklung 2003 davon aus, dass es bis
2015 gelingen könnte, den Anteil der Menschen zu halbieren, die unter extremer Armut und Hunger
leiden.
Damit dies realisiert werden kann, müssen die politischen, sozialen und wirtschaftlichen
Hemmnisse beseitigt werden, welche die Menschen daran hindern, ihr Menschenrecht sich zu
ernähren wahrzunehmen.
Hunger ist kein Schicksal, sondern bedeutet eine millionenfache Verletzung des Menschenrechts,
sich zu ernähren.
Quelle: Elisabeth Mackner, Astrid Leeb
von www.8goals4future.at
Überarbeitung: Astrid Deschberger, FIAN
Ziel 2 - Grundschulausbildung für alle Kinder gewährleisten
Alle Jungen und Mädchen sollen eine vollständige Grundschulausbildung erhalten
Derzeit lernen 115 Millionen Kinder weder lesen noch schreiben.
Doch Menschen ohne Grundschulbildung oder Berufsausbildung haben kaum Chancen,
sich selbst aus der Armutsfalle zu befreien.
Bis 2015 soll sichergestellt sein, dass alle Mädchen und Jungen die Möglichkeit
haben eine Grundschulausbildung zu absolvieren.
Es geht darum eine Schule zu besuchen und diese auch abschließen zu können, denn „drop-out"
ist ein weit verbreitetes Phänomen von dem Mädchen weltweit stärker betroffen sind als Buben.
Quelle: Elisabeth Mackner, Astrid Leeb
von www.8goals4future.at
Überarbeitung: Astrid Deschberger, FIAN
Ziel 3 - Gleichstellung und größeren Einfluss der Frauen fördern
In der Grund- und Mittelschulausbildung soll bis zum Jahr 2005 und auf allen Ausbildungsstufen bis zum Jahr 2015
jede unterschiedliche Behandlung der Geschlechter beseitigt werden
In der Grund- und Mittelschulausbildung soll bis zum Jahr 2005 und auf allen Ausbildungsstufen bis zum Jahr 2015
jede unterschiedliche Behandlung der Geschlechter beseitigt werden
Der Unterschied in der Schulausbildung zwischen den Geschlechtern ist in vielen Ländern Afrikas und Südasiens beträchtlich.
Jüngste Daten und Schätzungen zeigen einer Verbesserung der Situation, aber abgesehen von Lateinamerika und der Karibik sind noch
alle anderen Regionen vom für das Jahr 2005 gesetzten Ziel in der Grund- und Mittelschulausbildung jede unterschiedliche Behandlung
der Geschlechter zu beseitigen, entfernt.
Quelle: Elisabeth Mackner, Astrid Leeb
von www.8goals4future.at
Überarbeitung: Astrid Deschberger, FIAN
Ziel 4 - Die Kindersterblichkeit senken
Die Sterblichkeit von Kindern unter fünf Jahren soll um zwei Drittel gesenkt werden
Kindersterblichkeit ist eng mit Hunger und Armut verbunden.
Es sind meist Arme, die von Chronischer Unterernährung betroffen sind und vor alle Kinder.
Unterernährung schwächt das Immunsystem und beeinträchtigt den gesamten Gesundheitszustand,
der Körper wird anfälliger für jegliche Art von Krankheiten was im tragischsten Fall mit dem Tod enden kann.
Kaum eine Region, sieht man von Latein Amerika und der Karibik ab, ist dabei dieses Ziel
für 2015 zu erreichen. Besonders gefährdet ist Schwarzafrika.
Quelle: Elisabeth Mackner, Astrid Leeb
von www.8goals4future.at
Überarbeitung: Astrid Deschberger, FIAN
Ziel 5 - Die Gesundheit der Mütter verbessern
Die Müttersterblichkeit soll um drei Viertel gesenkt werden
Heute sterben weltweit jährlich mehr als 500.000 Frauen durch Komplikationen
während der Schwangerschaft oder Geburt.
Dies resultiert aus einer Missachtung frauenspezifischer Gesundheitsprobleme,
sowie mangelnder Gesundheitsprävention während Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit.
Auch hier sind die Ärmsten der Armen am meisten gefährdet. In einigen Regionen Äthiopiens etwa,
werden nur 2 bis 3 Prozent der Frauen vor, während oder nach deiner Geburt medizinisch betreut.
(Maternal Health, UNICEF Statistics)
Quelle: Elisabeth Mackner, Astrid Leeb
von www.8goals4future.at
Überarbeitung: Astrid Deschberger, FIAN
Ziel 6 - HIV/Aids, Malaria und andere Krankheiten bekämpfen
Die Ausbreitung von HIV/Aids soll zum Stillstand gebracht und zum Rückzug gezwungen werden
Der Ausbruch von Malaria und anderer schwerer Krankheiten soll unterbunden und ihr Auftreten zum Rückzug gezwungen werden
42 Millionen Erwachsene und 5 Millionen Kinder sind mit HIV/AIDS infiziert - davon 95 % in Entwicklungsländern.
Ansteckende Krankheiten sind nicht nur ein Gesundheitsproblem, sondern sie ziehen vielfältige gesellschaftliche
Probleme nach sich, sind ein Hemmnis für Entwicklung und ein bedeutendes Sicherheitsproblem.
Aufklärung muss an erster Stelle bei der weltweiten Bekämpfung von HIV/AIDS stehen. Sie ist effektiv,
kostengünstig und kann alle erreichen.
Die UNO will die weltweiten Trends bis 2015 umkehren und die Ausbreitung von HIV/AIDS zum Stillstand bringen.
Quelle: Elisabeth Mackner, Astrid Leeb
von www.8goals4future.at
Überarbeitung: Astrid Deschberger, FIAN
Ziel 7 - Eine nachhaltige Umwelt gewährleisten
Die Grundsätze der nachhaltigen Entwicklung sollen in der nationalen Politik übernommen werden;
dem Verlust von Umweltressourcen soll Einhalt geboten werden
Die Zahl der Menschen, die über keinen nachhaltigen Zugang zu gesundem Trinkwasser verfügen,
soll um die Hälfte gesenkt werden
Bis zum Jahr 2020 sollen wesentliche Verbesserungen in den Lebensbedingungen von zumindest
100 Millionen Slumbewohnern erzielt werden
Voraussetzungen um Krankheitsrisiken zu vermeiden, bzw. zu verringern sind Zugang
zu sauberem Trinkwasser, gesunden Böden.
Wenn das Ziel für 2015 („Die Zahl der Menschen, die über keinen nachhaltigen Zugang zu gesundem
Trinkwasser verfügen, soll um die Hälfte gesenkt werden") erreicht werden soll,
müssen 1,7 Mrd. Menschen zusätzlich versorgt werden.
Quelle: Elisabeth Mackner, Astrid Leeb
von www.8goals4future.at
Überarbeitung: Astrid Deschberger, FIAN
Ziel 8 - Eine globale Partnerschaft im Dienst der Entwicklung schaffen
Ein offenes Handels- und Finanzsystem, das auf festen Regeln beruht, vorhersehbar ist und nicht
diskriminierend wirkt, soll weiter ausgebaut werden. Dies schließt eine Verpflichtung zu guter Staatsführung,
zur Entwicklung und zur Beseitigung der Armut sowohl auf nationaler wie auf internationaler Ebene ein
Auf die besonderen Bedürfnisse der am wenigsten entwickelten Länder muss entsprechend eingegangen werden.
Dazu gehören der zoll- und quotenfreie Marktzugang für die Exporte dieser Länder; die verstärkte
Schuldenerleichterung für die hochverschuldeten armen Länder; die Streichung aller bilateralen
öffentlichen Schulden dieser Länder; sowie eine großzügigere Entwicklungshilfe für Länder,
die wirkliche Anstrengungen zur Senkung der Armut unternehmen
Auf die besonderen Bedürfnisse der Binnenstaaten und der kleinen Inselentwicklungsländer muss entsprechend eingegangen werden
Die Schuldenprobleme der Entwicklungsländer mit niedrigen und mittleren Einkommen müssen durch Maßnahmen auf nationaler und
internationaler Ebene umfassend und wirksam angegangen werden, damit ihre Schulden auf lange Sicht tragbar werden
In Zusammenarbeit mit den Entwicklungsländern soll für die Schaffung menschenwürdiger und produktiver Arbeitsplätze
für junge Menschen gesorgt werden
In Zusammenarbeit mit der pharmazeutischen Industrie sollen lebenswichtige Medikamente in den
Entwicklungsländern zu erschwinglichen Preisen verfügbar gemacht werden
In Zusammenarbeit mit dem Privatsektor sollen die Vorteile der neuen Technologien, insbesondere der
Informations- und Kommunikationstechnologien, verfügbar gemacht werden.
Armutsbekämpfung ist dort am erfolgreichsten wo sie in partnerschaftlicher Form stattfindet und sich die
Partnerländer durch eine soziale und gerechte Politik auszeichnen. Entwicklungszusammenarbeit ist eine Möglichkeit
einen gerechten Dialog zu führen.
Fast alle westlichen Industrieländer hatten sich am 24. Oktober 1970 von der UN-Vollversammlung verabschiedeten
Resolution 2626 dazu verpflichtet „möglichst bald" 0,7% ihre Bruttosozialproduktes für öffentliche Entwicklungshilfe
aufzubringen. Diese Forderung ist Gegenstand der Postkartenaktion „Haltet Wort - Stoppt die Armut"!" (siehe Haltet Wort- DO IT!)
Quelle: Elisabeth Mackner, Astrid Leeb
von www.8goals4future.at
Überarbeitung: Astrid Deschberger, FIAN
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